Der Tango
Der Tango entstand in La Boca, einem Hafenviertel von Buenos Aires. Man sagt dem Tango nach, dass dies getanzte Leidenschaft, Sinnlichkeit und Erotik sein soll. Und dies soll der Tango auch ausdrücken. Durch die gestreckte Körperhaltung beim Tango sehen die Tänzer wie Statuen aus und bekommen eine unnahbare Eleganz verliehen. Charakteristisch für den Tango ist das Wechselspiel von Anziehung und Distanz. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Tangos ist die Musik. Die Töne der Bandeneon gehört zum Tango, dieses Instrument wurde von den Matrosen nach Buenos Aires gebracht. Häufig sangen die Matrosen über ihre enttäuschten Hoffnungen im Leben und bei den Frauen. Die Matrosen kamen aus den verschiedensten Ländern, wie Afrika oder Italien. Ein weiterer, großer Einfluss übte die Habanera aus Kuba aus.
Der Tango war die Sprache der Bordelle und Kaschemmen, den Matrosenkneipe. Früher passte der Tango nicht in die höhere argentinische Gesellschaft. Der Tango wurde erst in den Salons von Paris gesellschaftsfähig. Nach dieser Zeit wanderte er zurück nach Argentinien. Einer der berühmtesten Tangoliederschreiber war Carlos Gardel. Man nannte ihn auch “Die Nachtigall der Pampa”. Seine Lieder waren für das Gefühl des Rhythmus bekannt. Ein weiterer großer Künstler des Tangos war Astor Piazolla. Dieser vereinte den Tango mit dem Jazz und der Kammermusik. Ebenfalls verzichtete er auf großen Gefühlen in seinen Texten. Heute tanzt man den Tango auf der ganzen Welt. Der Tango hat schon lange keinen anrüchigen Ruf mehr. Man kann ihn in verschiedenen Tanzschulen lernen, denn es gibt verschiedene Formen des Tangos und jede verfolgt ein bestimmtes Charakteristikum.